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[Erläuterung eines Patentanwalts] Analyse der Ansprüche des Salesforce-Patents für Multi-Agenten (US2025/0265443) | Praktische Beispiele und Verfassungspraxis für die…

Gemini_Generated_Image_gvuml3gvuml3gvum„Lösung komplexer Aufgaben durch die Zusammenarbeit mehrerer KI-Agenten“ – In diesem derzeit besonders im Fokus stehenden Bereich der Multi-Agenten-KI wurde eine von Salesforce eingereichte US-Patentanmeldung veröffentlicht (US2025/0265443 A1, veröffentlicht am 21. August 2025, insgesamt 20 Ansprüche).In diesem Artikel analysiert ein auf KI-geistiges Eigentum spezialisierter Patentanwalt anhand von Zitaten aus den tatsächlichen Ansprüchen (Umfang der Schutzansprüche) im Originaltext gründlich den technischen Inhalt und die Struktur der Schutzansprüche.

Darüber hinaus werden anhand dieses Beispiels praktische Aspekte wie die Frage „Wie sollten Ansprüche und Beschreibungen für Erfindungen im Bereich KI-Agenten verfasst werden?“ beleuchtet. Für Entwickler und IP-Verantwortliche, die ihren eigenen KI-Agenten patentieren lassen möchten, aber nicht wissen, wo und wie sie vorgehen sollen, ist eine hervorragende, reale Patentanmeldung das beste Lehrbuch.

💡 Wichtig: Dieser Artikel ist Teil der Reihe zu Patenten für KI-Agenten und befasst sich mit der „vertieften Betrachtung einzelner Patente“. Die grundlegenden Anforderungen finden Sie im Einführungsartikel, einen Vergleich von Fallbeispielen aus Japan, den USA und Europa im Artikel „Fallbeispiele“.

Inhaltsverzeichnis

  1. Die wichtigsten Punkte dieses Patents in 30 Sekunden
  2. Grundlegende Informationen zum Patent
  3. Technische Erläuterung | Hierarchische Multi-Agenten-Architektur
  4. Konkrete Anwendungsbeispiele (4)
  5. [Kernpunkt dieses Artikels] Lesen Sie den unabhängigen Anspruch 1 im Originaltext
  6. Analyse der Anspruchsformulierung | Das Dreierpaket aus „Method“, „System“ und „Medium“
  7. Die Strategie der „mehrschichtigen Rechte“ in den abhängigen Ansprüchen
  8. Referenz | Wie man Ansprüche für Erfindungen mit KI-Agenten formuliert
  9. Referenz | Wie man eine Beschreibung für Erfindungen von KI-Agenten verfasst
  10. Wie werden sie bei der Prüfung in Japan, den USA und Europa bewertet?
  11. Fünf Lehren für eigene Anmeldungen
  12. Hinweis | Diese Anmeldung ist veröffentlicht (Prüfung läuft)
  13. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die wichtigsten Punkte dieses Patents in 30 Sekunden

● Worum handelt es sich bei der Erfindung?: Eine hierarchische Multi-Agenten-Architektur, bei der ein „Manager-Agent“ komplexe Aufgaben in Teilaufgaben zerlegt, dynamisch das optimale untergeordnete Modell auswählt, über eine API ein Paket im für das Zielmodell geeigneten Format übermittelt und auf der Grundlage der Ausgabe die nächste Aufgabe generiert.
● Anmelder: Salesforce Inc.(USA)
● Umfang: Insgesamt 20 Ansprüche (3 unabhängige Ansprüche = Verfahren, System, Datenträger)
● Status: Veröffentlichung der US-Patentanmeldung (A1) = Prüfung läuft
● Warum ist das wichtig?: Weil es sich um eine Anmeldung handelt, die versucht, das vorherrschende Implementierungsmuster von KI-Agenten – das „Manager-Arbeiter-Modell“ – direkt rechtlich abzusichern.

Grundlegende Informationen zum Patent

Punkt Inhalt
Veröffentlichungsnummer US 2025/0265443 A1
Anmeldungsnummer 18/738,984
Bezeichnung der Erfindung Systeme und Verfahren zum Aufbau aufgabenorientierter hierarchischer Agentenarchitekturen
Veröffentlichungsdatum 21. August 2025
Anmeldetag 10. Juni 2024
Prioritätsdatum 19. Februar 2024
Anmelder Salesforce Inc.
Erfinder Zhiwei Liu und 14 weitere
Anzahl der Ansprüche 20 (3 unabhängige: Ansprüche 1, 11 und 20)
Hauptklassifizierung (CPC) G06N3/00, 3/02, 3/04, 3/045 (Neuronale Netze)
Status Veröffentlichung der Anmeldung (Prüfung läuft)

Technische Erläuterung | Hierarchische Multi-Agenten-Architektur

Laut der Zusammenfassung handelt es sich bei der vorliegenden Erfindung um ein „Verfahren zum Aufbau einer hierarchischen Struktur aus mehreren neuronalen Netzwerkmodellen zur Ausführung von Aufgaben“. Der zentrale Verarbeitungsablauf ist wie folgt:

[Empfang der Aufgabenanweisung] (über die Datenschnittstelle) ▼ [Erstes Modell] ── Erzeugung der „ersten Teilaufgabe“ aus der Aufgabenanweisung ▼ [Auswahl des zweiten Modells] ── Dynamische Auswahl aus mehreren Modellen auf der Grundlage der Teilaufgabe ▼ [Aufbau einer API-Verbindung] ── Herstellung einer Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Modell ▼ [Erzeugung eines Teilaufgaben-Pakets] └ Erzeugung in einem Format, das mit dem zweiten Modell kompatibel ist ▼ [Ausführung durch das zweite Modell → Empfang der Ausgabe](über die API-Verbindung) ▼ [Erstes Modell generiert „zweite Teilaufgabe“] └ Basierend auf der Aufgabenanweisung und der Ausgabe des ersten Modells

Agentenstruktur mit drei Ebenen

Hierarchie Rolle (basierend auf der Beschreibung in der Spezifikation)
Manager-Agent Kommuniziert mit den einzelnen Agenten und verwaltet die Aufgabenverteilung zwischen den Agenten
Submanager-Agent Zwischenebene, die die zugewiesenen Aufgaben weiter unterteilt
Einzelner Agent Für bestimmte Funktionen optimierte Ausführungsinstanzen

Kommunikation und Optimierung zwischen den Agenten

Die Agenten tauschen über eine API „Aufgabenpakete“ untereinander aus. Die Pakete enthalten für den jeweiligen Agenten maßgeschneiderte Prompts, die diesen dazu veranlassen, eine Aktion (action) auszuführen. Für die Optimierung der einzelnen Agenten werden zwei Methoden beschrieben: (1) das Feinabstimmen des LLM selbst und (2) die Optimierung der Prompts.

Konkrete Anwendungsbeispiele (4)

Anwendungsbeispiele Inhalt
Online-Maler Ein Such-Agent und ein Maler-Agent arbeiten zusammen, um visuelle Merkmale online zu suchen und anschließend ein Bild zu generieren
Interaktives Bildverständnis Beantwortung bildbasierter Fragen durch Menschen in mehreren Gesprächsrunden
Lösung von Mathematikaufgaben Ein Mathematik-Agent löst in Zusammenarbeit mit WolframAlpha Aufgaben wie „75 × 34 + 12 =“
Schachpartie Ein Schach-Agent erkennt die Brettstellung, führt zulässige Züge aus und spielt gegen einen Menschen

[Kernpunkt dieses Artikels] Lesen Sie den unabhängigen Anspruch 1 im Originaltext

Was durch ein Patent tatsächlich geschützt wird, sind nicht die Zusammenfassung oder die Zeichnungen, sondern die „Patentansprüche“. Hier zitieren wir den wichtigsten unabhängigen Anspruch 1 (Verfahrensanspruch) dieses Falls im Originaltext.

Anspruch 1 (Originaltext / Englisch)

Ein Verfahren zum Aufbau einer hierarchischen Struktur aus einer Vielzahl von neuronalen Netzwerkmodellen zur Ausführung einer Aufgabe, wobei das Verfahren umfasst: Empfangen einer Aufgabenanweisung über eine Datenschnittstelle; Erzeugen einer ersten Teilaufgabe aus der Aufgabenanweisung durch ein erstes neuronales Netzwerkmodell; Auswahl eines zweiten neuronalen Netzmodells aus der Vielzahl der neuronalen Netzmodelle auf der Grundlage der ersten Teilaufgabe; Aufbau einer ersten Verbindung über eine erste Anwendungsprogrammierschnittstelle (API) zwischen dem ersten neuronalen Netzmodell und dem zweiten neuronalen Netzmodell; Erzeugen eines ersten Teilaufgabenpakets durch das erste neuronale Netzwerkmodell in einem Format, das mit dem zweiten neuronalen Netzwerkmodell kompatibel ist; Empfangen einer ersten Ausgabe über die erste Verbindung vom zweiten neuronalen Netzwerkmodell, das das erste Teilaufgabenpaket ausführt; Erzeugen einer zweiten Teilaufgabe durch das erste neuronale Netzwerkmodell auf der Grundlage der Aufgabenanweisung und der ersten Ausgabe; und Veranlassen, dass die Aufgabenanweisung gemeinsam von einem oder mehreren ausgewählten neuronalen Netzwerkmodellen aus der Vielzahl von neuronalen Netzwerkmodellen zumindest teilweise auf der Grundlage der zweiten Teilaufgabe ausgeführt wird.

Referenzübersetzung durch einen Patentanwalt (Japanisch)

Verfahren zum Aufbau einer hierarchischen Struktur aus mehreren neuronalen Netzmodellen zur Ausführung einer Aufgabe, bei
dem ① den Schritt des Empfangens einer Aufgabenanweisung über eine Datenschnittstelle;
② den Schritt des Erzeugens einer ersten Teilaufgabe aus der Aufgabenanweisung durch ein erstes Modell;
③ den Schritt des Auswählens eines zweiten Modells aus einer Vielzahl von Modellen auf der Grundlage der ersten Teilaufgabe;
④ einen Schritt, bei dem über eine erste API eine erste Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Modell hergestellt wird,
⑤ einen Schritt, bei dem durch das erste Modell ein Paket der ersten Teilaufgabe in einem für das zweite Modell geeigneten Format erzeugt wird,
⑥ den Schritt des Empfangens einer ersten Ausgabe von dem zweiten Modell,
das das betreffende Paket über die erste Verbindung ausführt; ⑦ den Schritt des Erzeugens einer zweiten Teilaufgabe durch das erste Modell auf der Grundlage der Aufgabenanweisung und der ersten Ausgabe;
⑧ einen Schritt, bei dem die Aufgabenanweisung zumindest teilweise auf der Grundlage der zweiten Teilaufgabe durch ein oder mehrere ausgewählte Modelle gemeinsam ausgeführt wird;

Schrittweise Auslegung von Anspruch 1

Die Raffinesse dieses Anspruchs liegt darin, dass die abstrakte Idee der „Koordination mehrerer KI-Systeme“ in acht konkrete Verarbeitungsschritte zerlegt wird. Aus Sicht der Patentierbarkeit (Patentierbarkeit und erfinderische Tätigkeit) sind insbesondere die folgenden Einschränkungen von Bedeutung:

Einschränkung Technische Bedeutung Warum ist dies wichtig?
④ Aufbau einer API-Verbindung Die Zusammenarbeit zwischen den Modellen wird nicht als abstrakte „Koordination“, sondern als konkrete Kommunikationsverbindung definiert Abkehr von „bloßen Ideen“. Explizite technische Umsetzung
⑤ Erstellung von Paketen im kompatiblen Format Konvertierung in ein Format, das vom Zielmodell interpretiert werden kann Technischer Kern der Agentenkoordination. Argument für den Fortschritt
③ Dynamische Auswahl auf Basis von Teilaufgaben Keine statische, festgelegte Struktur, sondern inhaltsabhängige Auswahl Hier liegt die Intelligenz der Orchestrierung
⑦ Generierung der nächsten Aufgabe auf Basis der Ausgabe Aufbau einer Rückkopplungsschleife Autonomie = Grundlage für die „Agentenhaftigkeit“

💡 Kernpunkt: Die Einschränkung „ein Format, das mit dem zweiten neuronalen Netzwerkmodell kompatibel ist“ ist das technische Highlight dieses Anspruchs.Hierbei handelt es sich nicht um eine bloße Informationsübermittlung, sondern um eine technische Lösung, die die Interoperabilität zwischen verschiedenen Modellen ermöglicht und einen wichtigen Anhaltspunkt zur Vermeidung der Ablehnung abstrakter Ideen (entspricht dem US-Fall „Alice“ bzw. Art. 2 Abs. 3 (k) des japanischen Patentgesetzes) darstellt.

Analyse der Anspruchsgestaltung | Das Dreierpaket aus Methode, System und Medium

In diesem Fall sind von insgesamt 20 Ansprüchen die unabhängigen Ansprüche in drei verschiedene Kategorien unterteilt. Dies entspricht der gängigen Praxis bei Softwarepatenten.

Ansprüche Kategorie Schutzgegenstand Vermutete Rechtsverletzer
Anspruch 1 Verfahren (method) Verarbeitungsablauf Person, die das Verfahren durchführt
Anspruch 11 System (system) Vorrichtung mit Speicher und Prozessor Personen, die das Gerät herstellen, verkaufen oder verwenden
Anspruch 20 Nichtflüchtiges maschinenlesbares Medium Aufzeichnungsmedium, auf dem ein Programm aufgezeichnet ist Personen, die das Programm vertreiben oder bereitstellen

Anspruch 11 (System) beschreibt denselben Verarbeitungsvorgang wie Anspruch 1 in Verbindung mit den physikalischen Komponenten „memory (Speicher)“ und „one or more hardware processors (ein oder mehrere Hardware-Prozessoren)“.

Anspruch 11 (Auszug) (Originaltext/Englisch)

Ein System …, umfassend: einen Speicher, der die Vielzahl von neuronalen Netzwerkmodellen und eine Vielzahl von prozessorausführbaren Befehlen speichert; eine Kommunikationsschnittstelle, die einen Aufgabenbefehl empfängt; und einen oder mehrere Hardware-Prozessoren, die die Vielzahl von prozessorausführbaren Befehlen aus dem Speicher lesen und ausführen, um Operationen durchzuführen, die Folgendes umfassen: … (im Folgenden gleiche Vorgehensweise wie bei Anspruch 1)

💡 Kernpunkt: Nach den japanischen Prüfungsrichtlinien wird geprüft, ob „die Informationsverarbeitung konkret unter Verwendung von Hardware-Ressourcen realisiert wird“.Dass Anspruch 11 den Speicher und den Hardware-Prozessor ausdrücklich nennt, ist ein bewährtes Verfahren, um genau diese Anforderung zu erfüllen. Auch bei der Anmeldung derselben Erfindung in Japan ist es sinnvoll, in Systemansprüchen die Zusammenarbeit mit Hardware-Ressourcen klar darzulegen.

[Anspruchsbaum (Beziehungen zwischen unabhängigen und abhängigen Ansprüchen)] ● Anspruch 1 (Verfahren, unabhängig) ├─ Anspruch 2 (zusätzliche Auswahl und Verknüpfung eines dritten Modells) ├─ Anspruch 3 (Paket = Anpassungsaufforderung) ├─ Anspruch 4 (Ausgabe = Fertigstellungsstatus usw.) ├─ Anspruch 5 (Berücksichtigung menschlicher Anweisungen) ├─ Anspruch 6 (Erstellung eines Pakets in Zusammenarbeit mit dem vierten Modell) │ ├─ Anspruch 7(Verfeinerung der anfänglichen Teilaufgabe durch das vierte Modell) │ └─ Anspruch 8 (Aufteilung der Aufgabe und Verteilung auf die einzelnen Modelle) ├─ Anspruch 9 (Mehrstufige Delegation an das fünfte und sechste Modell) └─ Anspruch 10(Jedes Modell wird unabhängig trainiert) ● Anspruch 11 (Systemunabhängig) └─ Ansprüche 12–19 (Abhängigkeiten entsprechend den Ansprüchen 2–10) ● Anspruch 20 (Medienunabhängig)

Die Strategie der „mehrschichtigen Schutzrechte“ anhand der abhängigen Ansprüche

Selbst wenn ein unabhängiger Anspruch durch den Stand der Technik für ungültig erklärt werden sollte, bleiben die Rechte erhalten, solange die abhängigen Ansprüche bestehen bleiben. Abhängige Ansprüche fungieren als „mehrschichtiger Schutz“. Anhand der abhängigen Ansprüche in diesem Fall lässt sich lernen, wie man geschickt Einschränkungen formuliert.

Anspruch 3 (Originaltext / Englisch)

Das Verfahren nach Anspruch 1, wobei das erste Teilaufgabenpaket eine erste Eingabeaufforderung umfasst, die mit dem zweiten neuronalen Netzwerkmodell kompatibel ist und das zweite neuronale Netzwerkmodell anweist, die erste Teilaufgabe auszuführen.

In Anspruch 3 wird der Inhalt des Pakets konkret als „kompatible Eingabeaufforderung“ definiert. Durch die Einschränkung des übergeordneten Begriffs „Format“ (Anspruch 1) durch den untergeordneten Begriff „Eingabeaufforderung“ wird der Schutzumfang stufenweise erweitert bzw. eingeschränkt.

Anspruch 5 (Originaltext / Englisch)

Das Verfahren nach Anspruch 1, ferner umfassend: das Empfangen … einer menschlichen Anweisung; und das Erzeugen der ersten Teilaufgabe durch das erste neuronale Netzwerkmodell auf der Grundlage der Aufgabenanweisung und der menschlichen Anweisung.

Anspruch 5 deckt eine Variante ab („Human-in-the-Loop“), bei der „menschliche Anweisungen“ in den Prozess einbezogen werden. Durch die Erfassung von Implementierungsvarianten in untergeordneten Ansprüchen wird verhindert, dass Wettbewerber den Schutz durch Designänderungen umgehen können.

Anspruch 10 (Originaltext/Englisch)

Das Verfahren nach Anspruch 1, wobei das erste neuronale Netzwerk und das zweite neuronale Netzwerk jeweils unabhängig voneinander trainiert werden.

Anspruch 10 beschränkt sich auf den Punkt, dass „jedes Modell unabhängig trainiert wird“. Damit wird die tatsächliche Kombination unterschiedlicher Modelle in den Schutzumfang einbezogen.

💡 Kernpunkte: Die Standardvorgehensweise bei abhängigen Ansprüchen umfasst: ① die schrittweise Einschränkung vom übergeordneten zum untergeordneten Konzept (Anspruch 3),② die Erfassung aller Implementierungsvarianten (menschliches Eingreifen in Anspruch 5, mehrstufige Delegation in den Ansprüchen 6 bis 9) und ③ die Spezifizierung von Merkmalen der Konfiguration (unabhängiges Training in Anspruch 10).Ein weit gefasster Hauptanspruch, ergänzt durch abhängige Ansprüche, die konkrete Ausführungsformen umfassend abdecken – diese „Hierarchie von Breite und Spezifität“ schafft ein starkes Patentnetz.

Referenz | Wie man Ansprüche für Erfindungen im Bereich KI-Agenten formuliert

Auf der Grundlage dieses Falls stellen wir hier ein Schema für die Ausarbeitung von Ansprüchen für eigene Erfindungen im Bereich KI-Agenten vor. Das Folgende ist ein allgemeines Beispiel zum besseren Verständnis (es handelt sich nicht um die Ansprüche dieses Patents).

📝 Beispiel für die Erstellung von Ansprüchen (keine Ansprüche aus diesem Patent)

[Schlechtes Beispiel | Zu abstrakt und daher anfällig für eine Zurückweisung
] „Ein System, das unter Verwendung mehrerer KI-Agenten die Aufgaben eines Benutzers automatisch ausführt.“

Grund für die Ablehnung: „Ausführung von Aufgaben durch mehrere KI-Agenten“ bleibt eine bloße Beschreibung einer Idee bzw. Funktion, ohne dass technische Mittel offengelegt werden. Hohes Risiko einer Zurückweisung aufgrund der Erfindungsvoraussetzungen nach dem US-amerikanischen Alice-Urteil und den japanischen Erfindungsvoraussetzungen.

📝 Referenzbeispiele für die Erstellung von Ansprüchen (keine Ansprüche dieses Patents)

[Gutes Beispiel | Konkretisierung des Ablaufs]
„Eine Empfangseinheit, die Aufgabenanweisungen empfängt, ein erstes Modell
, das die Aufgabenanweisungen in mehrere Teilaufgaben zerlegt, eine Auswahleinheit, die auf der
Grundlage des Inhalts der einzelnen Teilaufgaben aus mehreren Ausführungsmodellen ein Ausführungsmodell auswählt,eine Umwandlungseinheit, die ein
Anweisungspaket erzeugt, das in ein für das ausgewählte Ausführungsmodell interpretierbares vorgegebenes Format umgewandelt ist; eine
Kommunikationseinheit, die eine API-Verbindung mit dem genannten Ausführungsmodell herstellt, das genannte Paket sendet und das Ausführungsergebnis empfängt; sowie eine Steuereinheit,
die auf der Grundlage des genannten Ausführungsergebnisses die nächste Teilaufgabe generiert.“

Begründung für „OK“: Die konkreten Verarbeitungsschritte „Empfang → Zerlegung → Auswahl → Konvertierung → Kommunikation → Generierung der nächsten Teilaufgabe“ werden konkretisiert, und die Zusammenarbeit mit Hardware/API wird ausdrücklich dargelegt.

Checkliste für die Ausgestaltung von Ansprüchen: ① Nicht abstrakte Ziele („~ automatisieren“) formulieren, sondern Verarbeitungsschritte beschreiben / ② Schnittstellen zwischen Agenten (Format, API, Protokoll) als technische Anknüpfungspunkte nutzen / ③ Dynamische Auswahl- und Steuerungslogik explizit darlegen /④ In den drei Kategorien „Verfahren“, „System“ und „Medium“ formulieren / ⑤ Implementierungsvarianten in abhängigen Ansprüchen abdecken.

Referenz | Wie man eine Beschreibung für eine Erfindung im Bereich KI-Agenten verfasst

Starke Ansprüche sind nur dann stichhaltig, wenn sie durch eine entsprechende Beschreibung untermauert werden. Im Folgenden werden die besonders wichtigen Elemente der Beschreibung von Erfindungen im Bereich KI-Agenten in Abgleich mit der vorliegenden Struktur dargestellt.

Element Zu beschreibende Inhalte Umsetzung im vorliegenden Fall
Technische Herausforderung Klare Darlegung der technischen Herausforderung, z. B. dass ein einzelner Agent bzw. ein LLM komplexe Aufgaben nicht lösen kann Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass „ein einzelner LLM-Agent bei komplexen Aufgaben, die vielfältige fachspezifische Maßnahmen erfordern, Schwierigkeiten hat“
Lösungsansätze Konkrete Architektur und Verarbeitungsabläufe zur Lösung der Herausforderungen Hierarchische Zerlegung + dynamische Auswahl + angepasstes Format + API-Anbindung
Anwendungsbeispiele (wichtig) Durch mehrere und vielfältige Anwendungsbeispiele werden die Anforderungen und Supportanforderungen gewährleistet Vier Beispiele: Malerei, Bildverständnis, Mathematik und Schach
Definition der Begriffe Definition und Konkretisierung funktionaler Konzepte wie „Aufgabenpaket“ und „angepasstes Format“ Paket = enthält geeignete Eingabeaufforderungen usw.
Anwendungsvarianten Varianten wie menschliches Eingreifen, mehrstufige Delegation und selbstständiges Lernen In der Beschreibung werden Varianten untermauert, die den abhängigen Ansprüchen entsprechen

Beachten Sie die Anforderungen an die Durchführbarkeit und die Unterstützung: KI-Verarbeitungsprozesse werden oft zu einer „Black Box“.Eine abstrakte Beschreibung wie „Wenn man die Daten in die KI eingibt, liefert sie gute Ergebnisse“ wird sowohl in Japan als auch in den USA zurückgewiesen. Es ist unerlässlich, konkret und so detailliert zu beschreiben, welche Eingaben verwendet werden, welche bedingten Verzweigungen stattfinden, welches Modell ausgewählt wird und in welches Format die Daten konvertiert werden, sodass ein Fachmann dies nachvollziehen kann. Der Grund, warum in diesem Fall gleich vier Ausführungsbeispiele ausführlich beschrieben werden, ist die Erfüllung dieser Anforderung.

💡 Kernpunkt: Die goldene Regel bei der Erstellung der Beschreibung lautet: „Umfassende Offenbarung zur Untermauerung weit gefasster Ansprüche“.Wenn in den Ansprüchen übergeordnete Konzepte (Format, Modellauswahl) verwendet werden, sollten in der Beschreibung mehrere konkrete Beispiele (Prompt-Format, Auswahlalgorithmus) aufgeführt und Fallback-Optionen für Zwischenkonzepte vorgesehen werden. Auf diese Weise können die Ansprüche auch dann eingeschränkt werden, wenn im Prüfungsverfahren eine Einschränkung verlangt wird, ohne dass neue Elemente hinzugefügt werden müssen.

Wie wird dies bei der Prüfung in Japan, den USA und Europa bewertet?

USA (USPTO) | Alice/Mayo-Test

In den USA wird geprüft, ob sich die Erfindung auf eine abstrakte Idee bezieht und, falls ja, ob sie ein erfinderisches Konzept enthält. Der vorliegende Fall wird als konkreter Ablauf beschrieben, der technische Implementierungen wie eine Gruppe neuronaler Netzmodelle, API-Verbindungen und ein Paket mit geeigneten Formaten umfasst, und ist somit so aufgebaut, dass sich „eine technische Lösung für ein technisches Problem“ leicht geltend machen lässt.Dies entspricht auch den Leitlinien des USPTO zur KI-Prüfung vom Juli 2024 (Beispiele 47–49).

Japan (JPO) | Zusammenarbeit mit Hardware-Ressourcen

In Japan gilt als Kriterium, ob „die Informationsverarbeitung konkret unter Verwendung von Hardware-Ressourcen realisiert wird“. Da in Anspruch 11 dieses Falls Speicher und Hardware-Prozessoren ausdrücklich genannt werden und konkrete Verarbeitungsschritte wie Datenschnittstellen, API-Verbindungen und Formatkonvertierungen beschrieben sind, ist davon auszugehen, dass die Patentierbarkeit als softwarebezogene Erfindung leicht erfüllt ist.Entscheidend für die Erfindungshöhe sind die technischen Lösungen und deren Wirkungen in Bezug auf die „dynamische Modellauswahl“ und die „angepasste Formatkonvertierung“.

Europa (EPO) | Technischer Beitrag (COMVIK)

In Europa werden nur Merkmale, die zur technischen Natur beitragen, bei der Beurteilung der erfinderischen Tätigkeit berücksichtigt. Die im vorliegenden Fall beschriebenen „Formatkonvertierung, die die Interoperabilität zwischen unterschiedlichen Modellen ermöglicht“ und die „Zusammenarbeit über API-Anbindungen“ lassen sich leicht als technische Lösungen für ein technisches Problem (Interoperabilität) einordnen und stellen eine Struktur dar, mit der sich eine Einstufung als reine Geschäftsmethode vermeiden lässt.

Ein Vergleich der Prüfungspraxis und Fallbeispiele zu KI-Agenten-Patenten in Japan, den USA und Europa wird ausführlich in „Sind KI-Agenten patentierbar? Patentfälle und Prüfungspraxis in Japan, den USA und Europa“ erläutert.

Fünf Lehren für eigene Patentanmeldungen

① Beschreiben Sie nicht die „Idee“, sondern den „Verarbeitungsablauf“. Gliedern Sie diesen in konkrete Schritte auf: Empfang → Zerlegung → Auswahl → Konvertierung → Verbindung → Ausgabe → Generierung der nächsten Aufgabe.

② Nutzen Sie die „Schnittstellen“ zwischen den Agenten als technischen Ansatzpunkt. Kompatible Formate, API-Anbindungen und Kommunikationsprotokolle sind wichtige Anhaltspunkte, um sich von abstrakten Überlegungen zu lösen.

③ Gliedern Sie die Anmeldung in die drei Kategorien „Verfahren“, „System“ und „Medium“. Erfassen Sie so unterschiedliche Verletzer und erweitern Sie den Schutzumfang.

④ Die Rechte durch abhängige Ansprüche mehrschichtig ausbauen. Schrittweise die übergeordneten Konzepte → untergeordneten Konzepte, Implementierungsvarianten und Konfigurationsmerkmale erfassen.

⑤ Die Ausführungsbeispiele ausführlich beschreiben. Durch vielfältige Anwendungsbeispiele die Anforderungen an die Durchführbarkeit und die Stützung erfüllen und damit die weit gefassten Ansprüche untermauern.

Hinweis | Bei dieser Anmeldung handelt es sich um eine veröffentlichte Anmeldung (Prüfung läuft noch)

Der Schutzumfang ist noch nicht endgültig festgelegt: Bei diesem Fall (US2025/0265443 A1) handelt es sich um eine veröffentlichte US-Patentanmeldung, nicht um ein erteiltes Patent. Der endgültige Schutzumfang wird im Rahmen des weiteren Prüfungsverfahrens (Beantwortung von Amtsbescheiden, Ergänzungen usw.) festgelegt.Dieser Artikel stellt eine allgemeine Erläuterung der Technik und des Systems auf der Grundlage der veröffentlichten Anmeldungsunterlagen dar und garantiert keinen bestimmten Schutzumfang oder die Gültigkeit. Für geschäftliche Entscheidungen Dritter (Verletzungsanalysen, FTO-Prüfungen usw.) sollten Sie unbedingt die aktuellsten Informationen zum Stand des Verfahrens, die offiziellen Originaldokumente des USPTO sowie eine individuelle Prüfung durch Experten heranziehen.

Quelle der zitierten Ansprüche: Der Originaltext der Ansprüche in diesem Artikel basiert auf den in FreePatentsOnline veröffentlichten Daten aus der veröffentlichten Patentanmeldung. Für rechtlich relevante Zwecke (Ungültigkeits-, Verletzungs- oder FTO-Gutachten sowie Anmeldungen) überprüfen Sie bitte den Wortlaut Wort für Wort anhand der Original-PDF-Datei aus der „USPTO Patent Public Search“.Die japanische Übersetzung ist eine von einem Patentanwalt angefertigte Referenzübersetzung zum besseren Verständnis; der maßgebliche Text ist der englische Originaltext.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F. Um was für ein Patent handelt es sich bei US2025/0265443 A1?

A. Es handelt sich um eine US-Patentanmeldung von Salesforce zur „aufgabenorientierten hierarchischen Agentenarchitektur“ (veröffentlicht am 21. August 2025, insgesamt 20 Ansprüche).Sie betrifft eine Basistechnologie für Multi-Agenten-KI, bei der ein übergeordneter „Manager-Agent“ komplexe Aufgaben in Teilaufgaben zerlegt, dynamisch das für jede Teilaufgabe am besten geeignete untergeordnete Modell auswählt und über eine API ein Paket im für das Zielmodell geeigneten Format übermittelt, um eine koordinierte Verarbeitung zu ermöglichen.

Frage: Handelt es sich hierbei um ein erteiltes Patent?

A. Nein. Die Endung „A1“ steht für eine veröffentlichte US-Patentanmeldung („published application“), die sich zum Stand von 2026 noch in der Prüfung befindet. Der endgültige Schutzumfang wird im Rahmen der weiteren Prüfung festgelegt.

F. Wie viele unabhängige Ansprüche umfasst dieses Patent?

A. Es gibt drei. Diese sind in drei Kategorien unterteilt: Anspruch 1 (Verfahren/method), Anspruch 11 (System/system) und Anspruch 20 (nicht-flüchtiges maschinenlesbares Medium/non-transitory machine-readable medium), die alle dieselbe zentrale Beschränkung gemeinsam haben.Die übrigen Ansprüche 2 bis 10 sowie 12 bis 19 sind abhängige Ansprüche.

F. Ist der Mechanismus eines Multi-Agenten-Systems patentierbar?

A. Die Idee, „mehrere KI-Systeme zu nutzen“, ist an sich abstrakt und lässt sich nur schwer patentieren. Wenn sie jedoch, wie im vorliegenden Fall, als konkreter Informationsverarbeitungsablauf beschrieben wird – nämlich „Aufgaben zerlegen, Pakete im passenden Format generieren, eine API-Verbindung herstellen, um die Ausgabe zu empfangen, und die nächste Aufgabe generieren“ –, steigen die Chancen auf eine Patenterteilung sowohl in Japan als auch in den USA.

F. Warum werden drei Ansprüche – für Verfahren, Systeme und Medien – geltend gemacht?

A. Um den Schutzumfang zu erweitern.Verfahrensansprüche schützen den Verarbeitungsablauf, Systemansprüche die Vorrichtung (Speicher, Prozessor) und Medienansprüche das Speichermedium, auf dem das Programm gespeichert ist. Auf diese Weise können verschiedene Rechtsverletzer erfasst werden, wie beispielsweise „derjenige, der die Erfindung ausführt“, „derjenige, der die Vorrichtung herstellt oder verkauft“ und „derjenige, der das Programm vertreibt“.

F. Wie können japanische Unternehmen Patente auf Multi-Agenten-Technologie anmelden?

A. Es ist sinnvoll, technisch konkretisierbare Aspekte wie Kommunikationsprotokolle zwischen Agenten, dynamische Auswahllogik und Formatkonvertierungen von Aufgabenpaketen in den Mittelpunkt der Ansprüche zu stellen. Der Schlüssel liegt darin, sich nicht auf bloße Geschäftsideen oder ausgeklügelte Eingabeaufforderungen zu beschränken, sondern diese als Verarbeitungsablauf des Systems zu beschreiben.

F. Worauf ist in der Beschreibung einer Erfindung mit KI-Agenten besonders zu achten?

A. Es gibt drei wichtige Punkte: ① Die technische Aufgabe (z. B. „Ein einzelner Agent kann komplexe Aufgaben nicht lösen“) muss der jeweiligen Lösungsmaßnahme zugeordnet dargestellt werden; ② Es müssen mehrere und vielfältige Ausführungsbeispiele angegeben werden, um die Anforderungen an die Durchführbarkeit und die Stützungsanforderungen zu erfüllen; ③ Funktionale Konzepte wie „kompatibles Format“ oder „API-Anbindung“ müssen in konkrete Verarbeitungsabläufe umgesetzt werden.

F. Kann man auch für eine Technologie, die bereits vor der Anmeldung veröffentlicht wurde, ein Patent erhalten?

A. Grundsätzlich geht die Neuheit verloren, sobald die Technologie in wissenschaftlichen Artikeln, als Open-Source-Software (OSS) oder in Pressemitteilungen veröffentlicht wurde, und ein Patent kann nicht mehr erteilt werden. In Japan gibt es zwar unter bestimmten Voraussetzungen eine Ausnahme vom Neuheitsverlust (Artikel 30), doch da die Anforderungen je nach Land unterschiedlich sind und diese Ausnahme nicht universell gilt, ist die Einreichung der Anmeldung vor der Veröffentlichung die goldene Regel.

Quelle