Für Start-ups ist die Kapitalbeschaffung eine der wichtigsten Herausforderungen, die über das...
Warum Hersteller von Autoteilen jetzt patentieren sollten - Lieferketten und geistiges Eigentum ändern sich mit EVs.
Die Automobilzulieferer stehen derzeit vor einer einmaligen Umwälzung, wie sie nur einmal in hundert Jahren vorkommt. Die vier Megatrends CASE (Connected, Autonomous, Shared, Electric) erschüttern die Branche in ihren Grundfesten, wobei insbesondere der Umstieg auf Elektrofahrzeuge (EV) die Struktur der gesamten Lieferkette dramatisch verändert.
Während viele der im Zeitalter der Verbrennungsmotoren entwickelten Technologien – wie Motoren, Getriebe und Abgassysteme – überflüssig werden, entstehen rasch neue Technologiebereiche wie Batterien, Motoren und Leistungselektronik. Inmitten dieser Umwälzungen beginnen traditionelle Geschäftsbeziehungen und die Strukturen der „Lieferketten“ zu bröckeln, und von den Zulieferern wird erwartet, dass sie den Wert ihrer eigenen Technologien unter Beweis stellen und neue Kunden gewinnen.
Die wirksamste Waffe hierfür sind „Patente“. In diesem Artikel erläutert ein Patentanwalt aus seiner Sicht ausführlich, warum Automobilzulieferer im Zeitalter der Elektrofahrzeuge Patente erwerben sollten, auf welche Bereiche sie abzielen sollten und welche konkreten Maßnahmen ein strategischer Ansatz zum Schutz geistigen Eigentums umfasst.
Inhaltsverzeichnis
- Die Auswirkungen der Umstellung auf Elektrofahrzeuge auf die Lieferkette
- Warum brauchen Automobilzulieferer gerade jetzt Patente?
- Patentbereiche, auf die man im Zeitalter der Elektrofahrzeuge abzielen sollte
- Praktische Umsetzung eines strategischen IP-Ansatzes
- Warum die Begleitung durch einen Patentanwalt unverzichtbar ist – Zusammenfassung
1. Die Auswirkungen der Elektrifizierung auf die Lieferkette
Die Welle der Elektrifizierung beschränkt sich nicht nur auf den Austausch des Antriebsstrangs. Es handelt sich um eine wahrhaft „disruptive Transformation“, die die gesamte Lieferkette der Automobilindustrie neu strukturiert. Das richtige Verständnis des Wesens dieser Veränderung ist der erste Schritt einer Überlebensstrategie.
1-1. Drastischer Rückgang der Teile für Verbrennungsmotoren – von 30.000 auf 20.000
Ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor (ICE) besteht aus etwa 30.000 Teilen, bei Elektrofahrzeugen soll diese Zahl jedoch auf etwa 20.000 sinken. Viele Teilekategorien, darunter der Motor selbst, das Getriebe, das Kraftstoffeinspritzsystem, Teile des Abgassystems und Teile des Kühlsystems, werden komplett überflüssig.
Vergleich der Teileanzahl
Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor (ICE): ca. 30.000 Teile → Elektrofahrzeuge (EV): ca. 20.000 Teile
Das bedeutet, dass etwa 10.000 Teile, also etwa ein Drittel der Gesamtzahl, entfallen. Allein im Bereich der Motorentechnik verschwinden mehrere Tausend Teile, was die damit verbundenen Zulieferer zu einer erheblichen Einschränkung ihrer bestehenden Geschäftstätigkeit zwingt.
Dieser Wandel vollzieht sich zwar schrittweise, doch seine Geschwindigkeit nimmt zu. In Europa wurde angekündigt, dass der Verkauf von Neufahrzeugen mit Verbrennungsmotor ab 2035 praktisch verboten wird, und in China steigt der Anteil der NEV (Neufahrzeuge mit alternativen Antrieben) am Gesamtabsatz rapide an. Auch japanische OEMs beschleunigen die Umstellung auf Elektrofahrzeuge, sodass dies für Teilehersteller kein Problem mehr ist, das sie nicht betrifft.
1-2. Der Zusammenbruch der Konzernstrukturen – „Beziehungen“ allein reichen nicht zum Überleben
Die „Konzernbeziehungen“, die die japanische Automobilindustrie gestützt haben, waren über viele Jahre hinweg die Grundlage für stabile Auftragslage und Qualitätsverbesserungen. Der Umstieg auf Elektrofahrzeuge erschüttert diese Struktur jedoch in ihren Grundfesten.
Risiko des Zusammenbruchs der Zulieferkette
Bei der Entwicklung von Elektrofahrzeugen neigen die OEMs zunehmend dazu, sich nicht an die bisherigen Zulieferketten zu binden, sondern weltweit Lieferanten mit technischer Kompetenz auszuwählen. Aufstrebende EV-Hersteller wie Tesla und BYD haben von Anfang an keine Zulieferketten und arbeiten direkt mit den Unternehmen zusammen, die über die optimale Technologie verfügen. Es bricht eine Ära an, in der man Aufträge nicht mehr allein durch bestehende Geschäftsbeziehungen sichern kann.
Tatsächlich ist in den Beschaffungsabteilungen großer OEMs ein deutlicher Trend zu beobachten, „technische Vorschlagskraft“ und „IP-Portfolio“ als wichtige Auswahlkriterien hinzuzufügen. Es entsteht zunehmend eine Situation, in der Vertriebsmitarbeiter von Zulieferern, die nur sagen „Wir gehören zur XX-Gruppe“, gar nicht mehr an den Verhandlungstisch gelangen.
1-3. Der Wandel zu einem proaktiven Unternehmen ist eine Überlebensvoraussetzung
Angesichts des schwindenden Einflusses der Konzernzugehörigkeit müssen sich Teilehersteller von einem auftragsorientierten Modell, bei dem sie „nur das herstellen, was ihnen gesagt wird“, zu einem proaktiven Modell wandeln, bei dem sie „selbst Technologien vorschlagen und neuen Mehrwert schaffen“.
In der Welt der Elektrofahrzeuge gibt es eine Vielzahl technischer Herausforderungen, die sich von denen herkömmlicher ICE-Komponenten unterscheiden, darunter das Wärmemanagement von Batterien, leichte Werkstoffe und Maßnahmen gegen NVH (Geräusche, Vibrationen und Rauheit). Gerade die Unternehmen, die eigene Lösungen für diese Herausforderungen vorschlagen können, werden den Kern der neuen Lieferkette bilden.
Und Patente sind die Grundlage für diese Vorschläge. Patente sind nicht nur ein rechtlicher Schutz, sondern auch der überzeugendste Nachweis dafür, dass „unser Unternehmen über eigene Lösungen in diesem Technologiebereich verfügt“.
ICE-Fahrzeuge vs. Elektrofahrzeuge: Vergleich der Hauptkomponenten
| Bauteilkategorie | ICE-Fahrzeug | EV | Auswirkungen |
|---|---|---|---|
| Motor | Erforderlich | Nicht erforderlich | Zahl der Zulieferer deutlich reduziert |
| Getriebe | Erforderlich | Deutliche Vereinfachung | Mehrstufiges Getriebe nicht erforderlich |
| Kraftstoffsystem | Erforderlich | Nicht erforderlich | Kraftstoffpumpe und Einspritzsystem entfallen |
| Abgassystem | Erforderlich | Nicht erforderlich | Ausfall des Marktes für Auspuffanlagen und Katalysatoren |
| Batteriepack | Klein | Groß- und Kernkomponenten | Riesiger Markt für Neueinsteiger |
| Motor | Nur Zusatzaggregate | Hauptantrieb | Rasante Zunahme der Nachfrage nach hocheffizienten Motoren |
| Wärmemanagementsystem | Schwerpunkt auf Motorkühlung | Batterietemperaturmanagement | Technische Anforderungen haben sich erheblich verändert |
| Leistungselektronik | Eingeschränkt | Wechselrichter usw. erforderlich | Neue Nachfrage im Bereich Halbleiter |
2. Warum brauchen Automobilzulieferer gerade jetzt Patente?
Im Zeitalter der Elektrofahrzeuge sind Patente nicht nur ein „rechtlicher Schutz für Technologien“. Sie sind ein vielseitiges Instrument, das die Geschäftsstrategie selbst stützt. Hier erläutern wir vier Gründe, warum Automobilzulieferer jetzt sofort Maßnahmen zur Patentierung ergreifen sollten.
Grund 1: Das stärkste Vertriebsinstrument
Bei der Gewinnung neuer Kunden entfalten Patente als „objektiver Nachweis der technischen Kompetenz“ eine enorme Wirkung. Durch die Angabe von Patentnummern und technischen Zusammenfassungen in Vertriebsunterlagen erhält die Behauptung „Dies ist unsere firmeneigene Technologie“ eine rechtliche Untermauerung. Insbesondere bei Geschäftsverhandlungen mit ausländischen OEMs und aufstrebenden EV-Herstellern entscheidet das Vorhandensein eines Patentportfolios nicht selten darüber, ob man überhaupt angehört wird.Durch die Einbindung von Patentinformationen in technische Angebote lässt sich das Vertrauen beim ersten Gespräch deutlich leichter gewinnen.
Patente sind die „stärkste Visitenkarte“
In einer Zeit, in der die Unterstützung durch Konzernverbände immer seltener wird, ist die Tatsache, dass man „X Patente besitzt“, überzeugender als jedes Verkaufsgespräch. Insbesondere auf dem globalen Markt wird das Vorhandensein von Patenten zunehmend zur Voraussetzung für Geschäftsabschlüsse. Patente sind wahrlich die „stärkste Visitenkarte“.
Grund 2: Loslösung vom Preiswettbewerb
Durch Patente geschützte Technologien schaffen einen „einzigartigen Mehrwert“, den andere Unternehmen nicht ohne Weiteres nachahmen können. Dadurch können Sie sich von Geschäftsverhandlungen lösen, die ausschließlich auf Kostensenkungsdruck basieren, und eine angemessene Preisgestaltung auf der Grundlage des technologischen Werts vornehmen. Ohne Patente steigt das Risiko, in einen Preiswettbewerb verwickelt zu werden, selbst wenn die Technologie noch so hervorragend ist, da sie von Wettbewerbern nachgeahmt werden kann. Die Schaffung von Markteintrittsbarrieren durch Patente ist eine Unternehmensstrategie, die direkt zur Sicherung der Gewinnmarge beiträgt.
Grund 3: Vermeidung von Verletzungsrisiken und Verhandlungsmacht
Im EV-Sektor drängen immer mehr Unternehmen aus anderen Branchen auf den Markt, wodurch sich das Netz der Patente rasch ausweitet. Elektronikhersteller, Chemieunternehmen und IT-Anbieter melden aktiv Patente an, wodurch das Risiko steigt, dass Automobilzulieferer unbewusst Patente anderer Unternehmen verletzen. Verfügt das eigene Unternehmen über Patente, können diese im Falle eines Patentstreits als Verhandlungsmasse für gegenseitige Lizenzvereinbarungen eingesetzt werden. Der Aufbau eines Patentportfolios ist nicht nur aus „offensiver“, sondern auch aus „defensiver“ Sicht unverzichtbar.
Grund 4: Eintrittskarte für Open Innovation
Die technologische Entwicklung im Zeitalter der Elektrofahrzeuge (EV) kann nicht mehr von einem einzelnen Unternehmen allein bewältigt werden. Gemeinsame Entwicklungen und Allianzen mit einer Vielzahl von Akteuren wie OEMs, Werkstoffherstellern, Herstellern elektronischer Bauteile und Start-ups sind unverzichtbar. Um an solchen Plattformen für offene Innovation teilnehmen zu können, benötigt man „eigene geistige Eigentumsrechte“. Unternehmen ohne Patente werden nicht in den Rahmen gemeinsamer Entwicklungen aufgenommen – eine Situation, die bereits Realität ist. Patente fungieren somit auch als „Eintrittskarte“ für technologische Kooperationen.
3. Patentbereiche, auf die man im Zeitalter der Elektrofahrzeuge abzielen sollte
„Ich verstehe, dass Patente wichtig sind, aber was soll ich eigentlich anmelden?“ – diese Frage stellen sich viele Komponentenhersteller. Tatsächlich schlummern in den bestehenden Technologien, die im ICE-Zeitalter entwickelt wurden, zahlreiche Keime für Patente im EV-Zeitalter.
3-1. Umnutzung bestehender Technologien
Bestehende Technologie × neue Anwendung = Patentchance
Präzisionsbearbeitungstechniken für Motorkomponenten lassen sich auf die Herstellung von Motorkernen übertragen, Know-how zur Schwingungsdämpfung im Abgassystem auf die für Elektrofahrzeuge spezifische Akustik, Dichtungstechniken im Kraftstoffsystem auf die wasser- und staubdichte Konstruktion von Batteriepacks – die Einfälle und Ideen, die bei der Umnutzung bestehender Technologien für neue Anwendungen entstehen, sind eine wahre Fundgrube für Patentanmeldungen. Es besteht die Möglichkeit, Patente als „Anwendungserfindungen“ zu erhalten, was eine Strategie darstellt, mit der das eigene technologische Kapital optimal genutzt wird.
3-2. EV-spezifische Herausforderungen (Gewichtsreduzierung, Wärmemanagement, NVH)
Die drei größten technischen Herausforderungen für Elektrofahrzeuge
Gewichtsreduzierung: Um das Gewicht der Batterie auszugleichen, ist eine Gewichtsreduzierung der gesamten Karosserie dringend erforderlich. Der gezielte Einsatz von Aluminium, CFK und hochfestem Stahl sowie Technologien zur Verbindung verschiedener Materialien sind vielversprechende Bereiche für Patente.
Wärmemanagement: Bei Batterien bestimmt das Temperaturmanagement die Leistung, Sicherheit und Lebensdauer. Wärmemanagementtechnologien wie das Design von Kühlplatten, die Anwendung von Heatpipes und der Einsatz von Phasenwechselmaterialien gehören zu den Bereichen, in denen am aktivsten Patente angemeldet werden.
NVH-Maßnahmen: Da Elektrofahrzeuge keinen Motorlärm erzeugen, fallen Fahrgeräusche und Motorgeräusche stärker auf, was neue Herausforderungen hinsichtlich der Geräuscharmut mit sich bringt. Patentchancen bieten sich bei Technologien wie Dämpfungsmaterialien, schalldämmenden Konstruktionen und aktiver Geräuschkontrolle.
3-3. Innovationen im Herstellungsprozess
Auch für „Herstellungsverfahren“ gibt es Patente
Patente können nicht nur für das Produkt selbst, sondern auch für Herstellungsverfahren (Verfahrenspatente) erteilt werden. Einzigartige Fertigungsprozesse zur Bewältigung spezifischer Herausforderungen bei der Herstellung von EV-Komponenten – beispielsweise der Laminierungsprozess für Batteriezellen, das hochpräzise Stanzen von Motorkernen, Verbindungstechniken für unterschiedliche Materialien oder Inline-Qualitätsprüfverfahren – können zu starken Patenten werden. Zwar ist es bei Verfahrenspatenten schwierig, Verstöße von außen aufzudecken, doch bieten sie umgekehrt einen hohen Wert als Quelle für die „Verhinderung des Know-how-Abflusses“ und für „Lizenzeinnahmen“.
Herausforderungen bei Elektrofahrzeugen und Beispiele für die Umnutzung bestehender Technologien
| Herausforderungen im Bereich Elektrofahrzeuge | Bestehende Technologien (aus dem Bereich der Verbrennungsmotoren) | Schwerpunkte der Umnutzung |
|---|---|---|
| Batteriekühlung | Strömungsweggestaltung des Motorkühlsystems | Methoden zur Erzielung einer gleichmäßigen Temperaturverteilung |
| Gewichtsreduzierung der Karosserie | Pressformen von hochfestem Stahlblech | Vereinbarkeit von dünnen Wandstärken und hoher Festigkeit |
| Geräuscharmut des Motors | Vibrations- und Geräuschdämpfung im Abgassystem | Technologie zur Steuerung der Resonanzfrequenz |
| Batterieverkapselung | Dichtungen und Dichtungsringe für das Kraftstoffsystem | Wasserdichte Konstruktion mit hoher Langzeitbeständigkeit |
| Herstellung von Motorkernen | Präzisionsmetallbearbeitung und Stanzen | Realisierung hochpräziser und schneller Bearbeitung |
| Verbindung unterschiedlicher Werkstoffe | Schweiß-, Klebe- und Verbindungstechniken | Verbindung von Aluminium und Stahl sowie von Kunststoff und Metall |
4. Praktische Umsetzung eines strategischen IP-Ansatzes
Patente sind nicht einfach nur etwas, das man „einreichen muss“. Um die begrenzten Unternehmensressourcen optimal zu nutzen, ist ein strategischer Ansatz unerlässlich. Hier stellen wir drei IP-Strategien vor, die Automobilzulieferer umsetzen sollten.
Strategie 1: Erstellung einer Patentlandkarte und Identifizierung von Lücken
Als Erstes sollte eine Patentkarte für den eigenen Technologiebereich erstellt werden.Man visualisiert, auf welche Technologiebereiche Wettbewerber, OEMs und Unternehmen aus anderen Branchen ihre Patente konzentrieren, und identifiziert so „Lücken“ (White Spaces). Genau diese Lücken bieten die Chance, als Unternehmen frühzeitig Patente zu erwerben. Durch die Erfassung des Patentnetzes der Wettbewerber lässt sich zudem im Voraus das Risiko vermeiden, dass die eigene Entwicklungsstrategie Patente anderer Unternehmen verletzt. Die Patentkarte dient als Kompass für die IP-Strategie sowohl in offensiver als auch in defensiver Hinsicht.
Strategie 2: Open-&-Close-Strategie
Es ist nicht notwendig, jede Technologie durch Patente abzusichern. Vielmehr ist es wichtig, strategisch zwischen offen gelegten (Open) und geheim gehaltenen (Close) Technologien zu unterscheiden. Technologien, die auf eine Branchenstandardisierung abzielen, sollten offen gelegt werden, um den Markt zu erweitern, während Kerntechnologien, die die Quelle des eigenen Wettbewerbsvorteils bilden, durch Patente oder die Geheimhaltung von Know-how geschützt werden sollten. Durch diese differenzierte Vorgehensweise lässt sich der Gesamtmarkt vergrößern und gleichzeitig der eigene Gewinn maximieren.
Kernpunkte der Open-&-Close-Strategie
Offener Bereich: Schnittstellenspezifikationen, Verbindungsstandards, Basistechnologien usw. → Ziel
: Markterweiterung und Etablierung als De-facto-Standard Geschlossener Bereich: Fertigungs-Know-how, Materialzusammensetzungen, Steuerungsalgorithmen usw. → Aufbau eines schwer nachahmbaren
Wettbewerbsvorteils Eine falsche Anwendung dieser Unterscheidung birgt das Risiko, dass wichtige Technologien abfließen oder das Unternehmen umgekehrt vom Markt isoliert wird. Es ist wichtig, dies nach Rücksprache mit einem Patentanwalt sorgfältig zu planen.
Strategie 3: Den globalen Markt durch Auslandsanmeldungen sichern
Der EV-Markt ist global ausgerichtet. Es ist unerlässlich, Patente nicht nur in Japan, sondern auch in wichtigen Märkten wie China, Europa und Nordamerika zu erwerben. Insbesondere China ist der größte Absatzmarkt für Elektrofahrzeuge; ohne Patente vor Ort gibt es keine Mittel, um gegen Nachahmungen vorzugehen. Durch die Nutzung des PCT-Systems (internationale Patentanmeldung) ist es möglich, mit einer einzigen Anmeldung mehrere Länder abzudecken. Da sich die Prüfungspraktiken der einzelnen Länder jedoch unterscheiden, muss die Anmeldestrategie für jedes Land individuell angepasst werden.
5. Warum die Begleitung durch einen Patentanwalt unverzichtbar ist
Sie fragen sich vielleicht: „Reicht es nicht aus, die Patentanmeldung intern durchzuführen?“ Die Strategien zum Schutz geistigen Eigentums im Zeitalter der Elektrofahrzeuge werden jedoch immer komplexer, und die Begleitung durch einen erfahrenen Patentanwalt hat entscheidenden Einfluss auf den Erfolg.
Vorteil 1: Aufdeckung von Erfindungen und Maximierung des Schutzumfangs
Sehr oft handelt es sich bei „selbstverständlichen Verbesserungen“ aus Sicht der Techniker tatsächlich um patentierbare Erfindungen. Patentanwälte decken durch Befragungen der Techniker verborgene Erfindungen auf und reichen Patentanmeldungen ein, die den Schutzumfang maximal ausweiten. Ein zu enger Schutzumfang lässt sich leicht umgehen, ein zu weiter wird bei der Prüfung abgelehnt – dieses feine Gleichgewicht zu finden, ist die Stärke eines Patentanwalts.
Vorteil 2: Gestaltung eines IP-Portfolios im Einklang mit der Geschäftsstrategie
Es ist wichtig, einzelne Patentanmeldungen nicht isoliert einzureichen, sondern ein IP-Portfolio zu entwerfen, das die gesamte Geschäftsstrategie im Blick hat. Patentanwälte beraten Sie, in welchen Technologiebereichen Sie sich bei der Anmeldung konzentrieren sollten, in welcher Reihenfolge Sie vorgehen sollten und in welchen Ländern Sie aktiv werden sollten – ausgehend von Ihren Geschäftszielen. Dadurch wird eine IP-Investition realisiert, die mit begrenztem Budget maximale Wirkung erzielt.
Vorteil 3: Risikomanagement und Konfliktbewältigung
Das Risikomanagement im Bereich des geistigen Eigentums – darunter die Untersuchung des Risikos einer Verletzung von Patenten anderer Unternehmen (Clearance-Prüfung), die Prüfung der Ungültigkeit von Patenten sowie die Unterstützung bei Lizenzverhandlungen – ist das Spezialgebiet von Patentanwälten. Im EV-Bereich nehmen Patente aus anderen Branchen zu, und es gibt viele Fälle, in denen die bisherigen Konventionen der Automobilindustrie nicht mehr gelten. Ohne das Fachwissen von Experten steigt das Risiko, in unerwartete Patentstreitigkeiten verwickelt zu werden.
Zusammenfassung
Der tiefgreifende Wandel der Automobilindustrie durch die Umstellung auf Elektrofahrzeuge ist für Zulieferer sowohl eine Krise als auch eine große Chance. Gerade in einer Zeit, in der man sich nicht mehr auf Konzernverbünde verlassen kann, ist es erforderlich, den Wert der eigenen Technologien durch Patente zu belegen und neue Märkte zu erschließen.
Die im ICE-Zeitalter erworbenen Technologien sind keineswegs verloren. Durch Umnutzung, Neudefinition von Aufgabenstellungen und Innovation der Herstellungsprozesse – also durch die Umwandlung bestehender technologischer Vermögenswerte in Patente für das EV-Zeitalter – lassen sich neue Wettbewerbsvorteile schaffen. Um diese Strategie optimal umzusetzen, ist die Zusammenarbeit mit Patentanwälten unerlässlich.
Lassen Sie uns diesen einmaligen Wandel in eine Chance für einen großen Sprung nach vorne verwandeln. Wenden Sie sich zunächst an einen Patentexperten, um eine Bestandsaufnahme Ihrer Technologien vorzunehmen.
IP-Strategie für das EV-Zeitalter – beginnen Sie mit einer kostenlosen Beratung
Wir helfen Ihnen dabei, Ihre technologischen Vermögenswerte in Patente für das Zeitalter der Elektrofahrzeuge umzuwandeln. Ein
Patentanwalt führt ein direktes Gespräch mit Ihnen und schlägt Ihnen die optimale IP-Strategie vor.
AUTOR / Verfasser
Takefumi Sugiura
EVORIX (EVORIX) – Patentanwaltskanzlei für geistiges Eigentum, leitender Patentanwalt
Wir unterstützen Mandanten aus einer Vielzahl von Branchen – darunter IT, Fertigung, Start-ups, Mode und Medizin – von der Anmeldung von Patenten, Marken, Geschmacksmustern und Urheberrechten bis hin zu Einspruchsverfahren und Verletzungsverfahren. Wir sind zudem mit IP-Strategien in zukunftsweisenden Bereichen wie KI, IoT, Web3 und FinTech bestens vertraut. Mitglied in mehreren Verbänden, darunter der Japanischen Patentanwaltskammer, der Asian Patent Attorneys Association (APAA) und der Japan Trademark Association (JTA).